Hi, ich bin Pascale Feiertag

Artist, Saxophonistin und Sängerin.

Ich spiele und singe am liebsten Jazz, Pop und Soul: am liebsten alles, was groovt, zum Mitsingen anregt, ein freudiges Grinsen, ein Stank Face oder Tränen auslöst. Musikalisch inspiriert mich dabei die Power einer Candy Dulfer und der mitreißende Vibe von Lawrence. Mein Repertoire und mein eigener Sound wurzeln in der ehrlichen Tiefe von Amy Winehouse, der Songwriting-Brillianz einer Sara Bareilles und dem zeitlosen Soul eines Stevie Wonder.

Ob bei Konzerten, Workshops oder persönlichen Begegnungen: Mein Ziel ist es, in Gemeinschaft Raum für Emotionen zu schaffen. Einen Ort, an dem wir uns gemeinsam freuen, Schmerz und Sehnsucht teilen, wütend und laut sind, aber auch Hoffnung haben und erschaffen. Mir ist wichtig, in einer Welt voll Abwertung, Unterdrückung und Hass aktiv für Gleichberechtigung, Feminismus, Sicherheit, Sichtbarkeit und Gemeinschaft zu stehen. Bei mir sind besonders all diejenigen willkommen, die sich manchmal fehl am Platz fühlen.

Meine Arbeit ist eine bewusste Gegenkraft zu patriarchalen Strukturen. In einer Zeit, in der Fälle wie der von Gisèle Pelicot systemische Gewalt unübersehbar machen und in der fast jeden zweiten Tag ein Femizid geschieht, möchte ich dem Machtmissbrauch und einer lähmenden People-Pleasing-Kultur meine Stimme und meine Musik entgegensetzen. Dabei will ich keine Fronten verhärten, sondern Hoffnung und Heilung für diejenigen schaffen, die sie am meisten brauchen. Denn Freude und Heilung sind für mich der beste Widerstand.


Mein Weg

Aufgewachsen mit der Musik von Tom Waits, Vivaldi und Metallica, wollte ich eigentlich Schlagzeug lernen, landete aber beim Klavierunterricht. Bei meinem ersten großen Vorspiel mit nicht einmal fünf Jahren verspielte ich mich und rannte vor Angst und Scham von der Bühne. Meine Familie überredete mich, es noch einmal zu probieren. Ich spielte das Stück zu Ende und bekam Applaus vom ganzen Saal. In diesem Moment wurde mir klar: Hier gehöre ich hin. Auf die Bühne, vor Publikum.

Mein Traum vom Musikstudium wurde für mich zum persönlichen Albtraum. Ich erlebte ein System, das künstlerische Exzellenz oft mit psychischer Zermürbung verwechselte. Es war ein Umfeld, das genau jene Mechanismen reproduzierte, die in den vergangenen Jahren unter Diskursen wie #musicmetoo endlich sichtbar werden: Destruktiver Leistungsdruck, Machtmissbrauch durch fehlende professionelle Distanz und eine toxische Feedbackkultur, die Individualität eher bricht als fördert. So wurde diese Zeit zur großen Belastung für meine mentale Gesundheit. Ich war kurz davor, die Musik ganz aufzugeben.

Doch ich habe mich zurückgekämpft: mit Therapie, einem Umzug und einer bewussten Pause. Heute hole ich mir meinen Traum zu meinen eigenen Bedingungen zurück. Ich schaffe heute genau die Räume, die mir damals gefehlt haben.

Ich freue mich, wenn du mich auf diesem Weg begleiten möchtest, und heiße dich herzlich willkommen hier in meiner Welt voller Feiertag. ;)

Willst du wissen, was ich als Nächstes plane?